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Achtsamkeit für Unternehmerinnen: So findest du den Zugang

von Andrea Nielbock   | Juli 2018  | Blog 01 | BlogReisen

Achtsamkeit ist zu einem absoluten Modewort geworden. Auch Unternehmer sollen immer achtsamer werden – von Burnout-Prävention ist da die Rede, von Stressbewältigung und sogar von verbesserter Führungskompetenz. Was ist nun wirklich dran am Thema Achtsamkeit, und vor allem: Wie können wir als Unternehmerinnen die Vorteile der Achtsamkeit genießen? In diesem Artikel findest du die Antworten.

 

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Durch Achtsamkeit zu mehr Ausgeglichenheit, Selbstbestimmtheit und sogar Gesundheit

Es mag für dich zunächst unglaublich klingen, aber tatsächlich wirkt Achtsamkeit auf so vielen Ebenen in deinem Leben, dass Achtsamkeitsübungen unbedingt zu deinem Repertoire gehören sollten. Oberflächlich betrachtet geht es darum, deinem Körper und deinem Geist eine kleine Auszeit zu gönnen – das können auch nur ein paar Minuten täglich sein, und natürlich tut uns das im Unternehmerinnen-Alltag gut.

Sobald Achtsamkeit zu einer Gewohnheit wird, beginnt sie jedoch, eine viel weitreichendere Wirkung zu entfalten. Du spürst das zum einen auf körperlicher Ebene, zum Beispiel durch besseren Schlaf, niedrigeren Blutdruck oder tiefere Entspannung. Zum anderen werden deine Gedanken klarer, du wirst dir deiner Bedürfnisse bewusster und kannst entschlossener Entscheidungen treffen und Prioritäten setzen.

Dass du insgesamt gelassener und ausgeglichener durchs Leben gehst, ist fast nur noch ein positiver Nebeneffekt.

 

Wie genau funktioniert das nun mit der Achtsamkeit?

Achtsamkeit ist zunächst einmal „nur“ eine besondere Form der Aufmerksamkeit. Das bedeutet, dass du absolut im Moment präsent bist und jeden Gedanken und jedes Gefühl zulässt – und zwar ohne zu verurteilen oder zu bewerten.

Darin liegt bereits die erste Herausforderung, denn natürlich bewerten Menschen ständig. Als Unternehmerinnen beurteilen wir jede Situation, um dann eine sinnvolle Entscheidung treffen zu können. Gerade deswegen liegt für uns eine außergewöhnliche Kraft in der Achtsamkeit – denn eine vollkommen wertfreie Zeit zu erleben, selbst wenn es nur ein paar Minuten sind, kann für uns unbeschreiblich erholsam sein.

Es gibt zahllose Achtsamkeitsübungen, angeleitet oder auch nicht, aber in ihrer einfachsten Form betreibst du Achtsamkeit schon, indem du dir einen stillen Moment nimmst und dich selbst beobachtest: deinen Körper, deine Gedanken, deine Gefühle, deine Empfindungen, ohne diese zu bewerten oder zu verurteilen. Tu dies für nur fünf oder zehn Minuten und du wirst wahrscheinlich feststellen, dass das eine ungeahnte Herausforderung darstellt. Je größer diese Herausforderung, desto wichtiger kann Achtsamkeit für dein Leben werden.

Und es gibt Hoffnung: Durch tägliche Übung wird es leichter. Achtsamkeit hat das Potenzial, dein Leben – und dein Business – auf viele Arten positiv zu beeinflussen. Sie ist eine Auszeit für dich als Unternehmerin, und sie ist jederzeit und an jedem Ort anwendbar, ohne dass du von äußeren Umständen abhängig bist. Wie klingt das für dich?

 

Bedeutet Achtsamkeit nun, dass ich zum Universum beten oder im Kreis tanzen muss?

Natürlich nicht. Achtsamkeit muss nicht einmal etwas mit Spiritualität zu tun haben. Die positiven Auswirkungen von Achtsamkeit sind wissenschaftlich belegt und logisch nachvollziehbar: Durch Achtsamkeitsübungen versetzt du dich bewusst in einen entspannten Zustand, der sich auf deinen ganzen Körper auswirkt.

Zum Beispiel so:

•                  Wenn du dich entspannst, entspannen sich auch deine Muskeln.

•                  Deine Atmung wird tiefer, sodass dein Körper besser mit Sauerstoff versorgt wird.

•                  Es werden weniger Stresshormone ausgeschüttet. Dadurch kann dein Blutdruck sinken.

•                  Du schaffst dir ein paar ruhige Minuten ohne große äußere Reize und erfährst daher Erholung.

•                  Du nimmst deinen Körper bewusster wahr und kannst schneller reagieren, wenn du Anspannungen oder anderes Unwohlsein entdeckst. Auf diese Weise kannst du sogar Krankheiten vermeiden.

Wenn das noch immer nicht ganz glaubhaft für dich klingt, denke einmal darüber nach, was mit dir geschieht, wenn du dich plötzlich erschreckst. Innerhalb von Sekundenbruchteilen wird dein Körper mit Adrenalin geflutet, dein Herzschlag explodiert und du bist bereit, zu kämpfen oder zu fliehen – unser jahrtausendealtes Warnsystem, das den Menschen damals wie heute vor Gefahren schützt.

 

Wie unser Flucht- oder Kampfsystem heute funktioniert

Heute müssen wir in der Regel nicht mehr damit rechnen, dass ein Bär um die Ecke kommt und uns zum Kampf zwingt. Unsere Kämpfe laufen auf einer anderen Ebene und – das ist die Schwierigkeit – zum großen Teil unbewusst ab.

Wenn du also als Unternehmerin 12 Gedanken gleichzeitig im Kopf behältst und schon deine To-do-Liste für morgen planst, dann können auch diese Gedanken dafür sorgen, dass dein Körper Stresshormone produziert. Du spürst das dann zum Beispiel in Form von Anspannung, Herzklopfen, Kopfschmerzen oder Schlafstörungen. Du bist zu keinem Zeitpunkt wirklich in Gefahr – deine Gedanken allein erzeugen diesen Stress.

Ebenso kannst du lernen, durch Achtsamkeit deinen Körper zur Ruhe zu bringen. Das Schöne an Achtsamkeitsübungen: Du brauchst sie nur einmal zu erlernen und kannst sie dann immer und immer wieder anwenden, jedes Mal, wenn du spürst, dass du eine kurze Auszeit brauchst.

 

Warum gehen wir also nicht alle jeden Tag in vollkommener Achtsamkeit durch unser Leben?

Natürlich gibt es da einen Haken. Im Falle Achtsamkeit sogar zwei. Nummer 1: Achtsamkeit funktioniert nicht auf Zwang. Und Nummer 2: Unser Unterbewusstsein ist nicht unbedingt offen für Veränderungen. Wenn du also gern mehr Achtsamkeit in dein Leben bringen möchtest, kann es sein, dass du auf die eine oder andere Schwierigkeit stößt.

1.               Das Unternehmerinnen-Mindset. Um erfolgreich zu sein, benötigen wir häufig Durchsetzungskraft, Klarheit, Entschlossenheit, manchmal auch etwas Starrsinn. Gehst du nun mit diesem Mindset an deine Achtsamkeitsübungen heran, wirst du schnell merken: Achtsamkeit hat nichts mit Kopf-durch-die-Wand zu tun. Du kannst dich nicht dazu zwingen, achtsam zu sein – denn in dem Moment bewertest du schon wieder und verlierst so deine Achtsamkeit.

2.               Das Sicherheitsbedürfnis deines Unterbewusstseins. Unser Unterbewusstsein mag keine Veränderungen, denn aus Evolutionsperspektive betrachtet bedeutete Veränderung meistens Gefahr. Wenn du nun versuchst, eine neue Angewohnheit – die Achtsamkeit – zu etablieren, dann meldet sich möglicherweise dein Unterbewusstsein und stört die Stille mit den passenden Gedanken, warum das eine ganz schlechte Idee ist. Und das Gemeine ist – dein Unterbewusstsein kennt dich sehr, sehr gut. Es wird also genau die Worte finden, die dich davon überzeugen, dass du deine Übungen besser sein lassen solltest: Das bringt doch eh nichts. Dafür hab ich keine Zeit. Ich muss noch die E-Mails beantworten. Wahrscheinlich ist das alles esoterischer Humbug …

 

Wie du Achtsamkeit dennoch erfolgreich in deinen Alltag als Unternehmerin integrierst

Eine gute Vorbereitung ist die halbe Miete. Lass die Erwartung los, dass du nach zwei Achtsamkeitsübungen Expertin sein wirst. Lass auch die Erwartung los, dass du diese Übungen die ersten Male überhaupt genießen oder einen positiven Effekt spüren wirst. Achtsamkeit ist Training – ein Training, das sich auszahlt, aber auch eine gewisse Disziplin erfordert. Versprich dir also selbst, dass du nicht aufgeben wirst, egal was dein Unterbewusstsein dazu sagt.

Bei deinen Achtsamkeitsübungen darfst du zur Forscherin werden. Beobachte dich selbst während deiner Übungen. Welche Gedanken gehen dir durch den Kopf? Welche davon kannst du als Abwehrmechanismen entlarven, die dir zeigen, dass du diese Erholungsphasen ganz besonders brauchst? Vielleicht klingt der Gedankenstrom in deinem Kopf etwa so:

Ist doch alles Zeitverschwendung, was ich hier mache. Ich muss doch noch den Herrn Brehmer zurückrufen, und – Oh, interessant. Was für ein ablehnender Gedanke. Den habe ich erkannt. Ich frage mich, wie oft ich noch so negativ denke, ohne dass ich es merke? Ich hab sowieso den ganzen Tag über den Kopf voll. Es gibt ja auch so viel zu tun. Daher sollte ich wirklich nicht hier rumsitzen und meine Zeit verschwenden. – Schau mal, schon wieder so ein interessanter Gedanke.

 

Der effizienteste Weg: In einem Seminar Achtsamkeit erfahren und verinnerlichen

Am leichtesten nimmst du eine neue Gewohnheit an, wenn du dazu dein gewohntes Umfeld verlässt. Befreit von allen Verpflichtungen (und auch der Möglichkeit, überhaupt zu arbeiten) lässt du dich viel intensiver auf das Thema ein. Du findest leichter einen Zugang zu der Entspannung und Beruhigung, die durch Achtsamkeit möglich werden, und du hast die Gelegenheit, deine Widerstände mit deiner Trainerin zu besprechen und aufzulösen.

Wenn du dich also auch nach mehr Ruhe, Erholung und Bewusstheit in deinem Leben sehnst, aber Schwierigkeiten bei der Umsetzung hast, lade ich dich gern zu meinen Seminaren ein. Mehr Informationen dazu findest du hier.

Ich wünsche dir viel Freude und Erfolg beim Üben. Freu dich auf dein achtsames, entspannteres Leben!

  Deine Andrea

 

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Monkey Mind - geh achtsam um mit deinen Affen im Kopf

von Andrea Nielbock   | Nov. 2018  | Blog 02 | BlogReisen

 (W)

Sie springen wild umher, sitzen nie still, springen von Baum zu Baum, die Affen. So wie die Gedanken in deinem Kopf. Du findest einfach keine Ruhe. Dies noch und jenes noch- hört das nie auf? Kaum bist du mit einem Gedanken fertig-zack- ist der nächste da. Tu dies noch, mach jenes noch, bin ich gut genug? Hab ich das heute richtig gemacht? Was ist morgen zu erledigen? Was mach ich zuerst?  So hechelst du von Gedanke zu Gedanke und kommst nicht zur Ruhe.

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Deine "Baumspringer"

Gedanken entstehen beim Hören, Sehen, Schmecken , Riechen und Fühlen und auch beim Nachdenken und sogar im Schlaf.                                                                                                                

Hirnforscher sind sich klar darüber, dass wir denken weil Hirnprozesse ablaufen. Besonders eindrucksvolle Gedanken werden als Erinnerungen gespeichert. Eins ist schon heute klar. Ein Muskel baut beim Trainieren mehr Masse auf und ein Gehirn kann Verknüpfungen verstärken. Aus einem Trampelpfad wird bei Benutzung eine Autobahn. Gehst du den Pfad immer wieder ist es wie beim Rad fahren, umso mehr du übst, desto besser wirst du, der Prozess automatisiert sich. Oder denkst du heute noch darüber nach wie du es machst, bevor du aufs Fahrrad steigst. Genauso kannst du dein Gehirn trainieren. Biete ihm doch mal eine Atemübung an. Das ist doch ganz einfach. Du nimmst diese wirkungsvolle Medizin ein. Du brauchst dafür keinen Arzt, kein Rezept und keine Apotheke. Du hast sie immer bei dir, die Medizin „Atem“.

Lenke deine Aufmerksamkeit auf deinen Atem, beobachte ihn, nimm ihn wahr. Es gibt NICHTS für dich zu tun. Nur beobachten und deinem Atem mit deiner Aufmerksamkeit folgen- wie du ein- und wieder ausatmest. Du kannst es gar nicht verhindern, es passiert einfach so- beim Einatmen hebt sich deine Bauchdecke und beim Ausatmen senkt sie sich. Du wirst geatmet. 

Und nun hast du eine Medizin, die ohne Nebenwirkungen ihren Dienst tun wird, wenn du sie lässt. Du kannst eine Gedankenpause am Tag einlegen, dich beim Warten auf die Bahn, beim Stehen in einer Schlange oder bevor du eine neue Akte bearbeiten willst kurz, für mehrere Atemzüge, auf diesen konzentrieren. Du schaffst so für einen kurzen Moment Ruhe, bändigst deine Affenhorde, bevor du dich wieder dem Alltäglichen zuwendest.

Die Affen kommen am Abend, wenn du schlafen willst? Kein Problem, nimm sie wertschätzend und mit Respekt wahr und lenke deinen Fokus auf deinen Atem …..

Ein- und Ausatmen, ganz ruhig, immer weiter … ein und aus ….

.Ich wünsche dir eine erholsame Nacht.

  Deine Andrea

 

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